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Die Geschlechterdifferenz in der Kommunikation
pp. 63-103
Abstract
Die Systemtheorie Luhmanns unterscheidet das Bewusstseinssystem vom Kommunikationssystem und unterstellt beiden autonome Reproduktionsmodalitäten und Perspektiven. Das befremdet schon allein deshalb, weil ,wir als Bewusstseinssysteme" es ‚gewohnt" sind, die Welt nur aus der Perspektive des einen Systemtyps zu sehen. Eine eigenständige Perspektive der Kommunikation anzunehmen fällt uns schwer, und tatsächlich wird es uns nie gelingen, diese ‚wirklich" nachzuvollziehen. Systemtheoretische Analysen der Kommunikation von Funktionssystemen konzentrieren sich daher auf die in Texten schriftlich fixierte Semantik des jeweiligen Funktionssystems. Will man die ‚Funktion" der Geschlechterdifferenz für die Kommunikation untersuchen, dann bietet sich die Suche nach typischen Unterschieden im Verstehen von männlichen und weiblichen Personen durch die Interaktionskommunikation in Form mikrosoziologischer und soziolinguistischer Studien an.
Publication details
Published in:
Weinbach Christine (2004) Systemtheorie und Gender: Das Geschlecht im Netz der Systeme. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 63-103
DOI: 10.1007/978-3-322-80539-3_4
Full citation:
Weinbach Christine (2004) Die Geschlechterdifferenz in der Kommunikation, In: Systemtheorie und Gender, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 63–103.