Metodo

International Studies in Phenomenology and Philosophy

Book | Chapter

219219

Fernsehaneignung als gemeinsames Erleben von Vergnügen

Andreas Hepp

pp. 99-116

Abstract

Emotionen spielen bei der Aneignung von Texten, insbesondere beim Fernsehen, eine große Rolle. Entsprechend liegt es nahe, daß sie in neueren medienwissenschaftlichen Untersuchungen ein umfassendes Interesse finden.1 Dem Großteil dieser Arbeiten ist gemeinsam, daß in ihnen der Zusammenhang von Emotionen und Fernsehaneignung primär aus individueller Sicht betrachtet und der kommunikative Umgang mit ihnen ausgeklammert wird. So schließt beispielsweise Friedrich Krotz bei seinen "Überlegungen zu einem vernachlässigten Thema" — nämlich dem des emotionalen Erlebens von Fernsehtexten — explizit all jene "Situationen, in denen mehrere Personen vor dem Fernseher versammelt sind und soziale Verbindlichkeiten unmittelbar relevant werden" (Krotz 1993a, S.94), aus.2 Im weiteren geht es genau um diesen Gesichtspunkt, den Friedrich Krotz außen vor läßt, nämlich den interaktiven Umgang mit Emotionen — oder, um genauer zu sein, einen Aspekt des emotionalen Erlebens bei der sozialen Veranstaltung des gemeinsamen Fernsehens, nämlich dem des Vergnügens.

Publication details

Published in:

Hepp Andreas (1998) Fernsehaneignung und Alltagsgespräche: Fernsehnutzung aus der Perspektive der Cultural Studies. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 99-116

DOI: 10.1007/978-3-322-91650-1_6

Full citation:

Hepp Andreas (1998) Fernsehaneignung als gemeinsames Erleben von Vergnügen, In: Fernsehaneignung und Alltagsgespräche, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 99–116.